Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
Heinz Stahlhut
J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Andy Warhol, Maja (Maja Sacher-Stehlin), 1980, Foto: Martin P. Bühler

ProgrammZeitung 7-8/2015, S. 19

Ein Rückblick in die zeitgenössische Zukunft

Françoise Theis

Das Schaulager rückt die eigene Sammlung in den Fokus.

Sogar das Schaulager ist zu klein, um alle Werke der Emanuel Hoffmann-Stiftung (EHS) ausstellen zu können. Über drei Generationen sind mehr als tausend Werke zusammen gekommen, die nun in einer exemplarischen Auswahl präsentiert werden. Die Stifterin Maja Sacher wollte sie allen zugänglich machen. Dass dies längst geschieht, merkt man beim Rundgang, der eine fantastische Zeitreise durch ein Jahrhundert ist: Immer wieder blitzt Bekanntes auf – Max Ernsts ‹La roue du soleil (Grande Marine)› etwa –, und man stellt fest, dass die Werke der EHS Teil des Basler Kunst­lebens sind.

Sammlungsstrategien.

Insbesondere Bruce Naumann gilt es zu erwähnen: Es ist der Künstler, dessen Werke von allen drei Stiftungspräsidentinnen gesammelt wurden. Die Aus-
stellung ist im Erdgeschoss chronologisch angelegt und zeigt das anfängliche Sammeln einzelner Positionen. Im Untergeschoss wird dann mit Katharina Fritsch und Robert Gober, Cindy Sherman, Elizabeth Peyton oder Thomas Demand auf Werkgruppen fokussiert, die auch die aktuelle Sammlungsstrategie verdeutlichen. Beachtenswert hier die frischesten Ankäufe des weissrussischen Künstlers Alexej Koschkarow, die das Sammeln von zukunftsgerichteter und noch nicht etablierter Kunst bestätigen.
Besonders anziehend sind die Obergeschosse. Hier wurden einzelne Lagerräume, in denen die Kunstwerke normalerweise ‹hängend› aufbewahrt werden, in Ausstellungsräume umgestaltet. Schwindel erregend ist Gary Hills beunruhigende Videoinstallation ‹Dervish› oder das noch nie ausgestellte Werk ‹Gamma› der Zwillinge Jane & Louise Wilson. Meditatives ist zu erleben, wenn man in Bill Violas gigan-tisches 5-Kanal-Video ‹Five Angels for the Millenium› eintaucht, den Überblick durch die zig kleinen Tonfiguren von Peter Fischli/David Weiss’ ‹Plötzlich diese Übersicht› verliert oder sich in Jean-Frédéric Schnyders 119 Gemälden von ‹Wanderung› unendlich ergeht.

Werke extra muros.

Einige Jahre musste Dieter Roths ‹Selbstturm; Löwenturm› (1969–1998) ein einsames Dasein im Dalbeloch fristen. Das berührende Vermächtnis des Basler Künstlers, an dem er bis zu seinem Tod arbeitete, konnte
aus konservatorischen Gründen der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich gemacht werden, denn mit Glasplatten gestapelte Türme aus Jahrzehnte alten Schokolade- und Zucker­skulpturen reagieren sensibel auf Licht, Temperaturschwankungen und Erschütterungen. Auf Anmeldung können die Türme am Ort ihrer Erschaffung und ihrer stetigen Veränderung nun bestaunt, erforscht und beschnuppert werden.
Hingegen immer schon zugänglich sind Ilya Kabakovs oft übersehenes ‹Denkmal für einen verlorenen Handschuh› vor dem Museum für Gegenwartskunst, Renzo Cucchis hoch­ragende Bronze ‹Ohne Titel› in den Brüglinger Merian Gärten und Richard Serras zehnteiliges ‹Open Field Vertical/Horizontal Elevations (for Breughel and Martin Schwander)› im Wenkenpark in Riehen.

Lese- und Sehstoff.

Der neue, gewichtige Sammlungs­katalog der EHS trägt einen leuchtend orangen Einband, der
aus einem Siebdruck von Katharina Fritsch stammen könnte. Er ist sechs Zentimeter dick und wiegt drei Kilo. Kein Wunder, enthält er doch zu jedem der über 1000 Werke eine Abbildung – von Francis Alÿs’ Gemälde ‹Untitled› (Lección de Música) bis Heimo Zobernigs partizipativer Architektur­skulptur ‹Ohne Titel› sowie zu allen Kunstschaffenden Kurzbiografien und Texte zu ausgewählten Werken. Letztere geordnet nach Eingang in die Sammlung, von Max Ernst bis Alexej Koschkarow – was erstmals erlaubt, die zeitliche Entwicklung des Sammelns nachzuvollziehen. Damit liegt eine formal schöne und inhaltlich vollständige Grundlage für die Entdeckung und Erforschung der Sammlung vor.
Leichter kommt das ‹Future Present. Magazine› daher, das als unterhaltsame und informative Lektüre vor Ausstellungsbesuch empfohlen sei.


‹Future Present. Emanuel Hoffmann-Stiftung, Zeitgenössische Kunst von der klassischen Moderne bis heute›: bis So 31.1.2016

 

Highlights

Highlight 9/2014

Schlachtenlärm und Körper-Chips

Das Festival Treibstoff zeigt Projekte junger
Theaterschaffender.

Probenaufnahme zu ‹Die grosse Schlacht›,
Foto: zVg

Highlights

Highlight 9/2014

Neue Räume für neue Musik

Das Festival ‹ZeitRäume Basel› zum Verhältnis von Musik und Architektur.

Münsterplatz, Foto: Anna Katharina Scheidegger

Highlights

Highlight 9/2014

Grazile und skurrile Wesen

Figurentheater-Spiele in Liestal
und Basel.

Michael Huber mit ‹Stivalino – der gestiefelte Kater›, Foto: Helmut Pogerth

Highlights

Highlight 7-8/2015

Ein Rückblick in die zeitgenössische Zukunft

Das Schaulager rückt die eigene Sammlung in den Fokus.

Andy Warhol, Maja (Maja Sacher-Stehlin), 1980, Foto: Martin P. Bühler

Highlights

Highlight 7-8/2015

Habe nun, ach ...

Am Goetheanum wird der ungekürzte ‹Faust› vorbereitet.

Faust, betrunkene Soldaten beim Oster-spaziergang, Foto: Michèle Melzer

Highlights

Eingetragener Titel

Highlight 7-8/2015

Wiederentdeckte Übergangszeit

Die Festtage Alte Musik Basel beleuchten die Zeit um 1740 bis 1780.

Streichquartett, 18. Jh., Österreich Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Reiche Film-Ernte

Zoom feiert den jüngsten Jahrgang des Basler Filmschaffens.

Filmstill aus: El Tiempo Nublado, 2014

Highlights

Highlight 6/2015

Ein nostalgisch verpackter Aufbruch

Das Stimmen-Festival präsentiert Newcomer und Altstars.

Patti Smith, Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Kulturfest der Enthinderung

Das Festival Wildwuchs macht Behinderungen des Lebens zum Thema.

Artificial Things, Foto: Chris Parkes

Highlights

Highlight 5/2015

Viel Platz zum
Schmökern und Chillen

Die Stadtbibliothek bietet
Genuss für Geist und Gaumen.

Animation Stadtbibliothek, Foto: zVg

Highlights

Highlight 5/2015

Ein Haus voller Götzenbilder

Die Basler Mission feiert und präsentiert im Museum der Kulturen ihre Bestände.

Sankofa-Vogel, Foto: Mission 21

Highlights

Highlight 5/2015

Mittagspause mit Musik

Vor 20 Jahren initiierte die CMS die Mittwoch-Mittag-Konzerte in der Elisabethenkirche.

Mimiko, Foto: Lucas Rössner

Highlights

Highlight 4/2015

Nicht-Gezeigte zeigen sich

Die 2. Basler Dokumentartage bieten Einblicke ins vielfältige Leben.

Samuel Koch, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Angekommen und angenommen

Das Literaturhaus Basel wird
15 Jahre alt – und feiert.

P. Buwalda & K. Eckert, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Basler Jazz-Szene in Festlaune

Das Jubiläum des Jazzfestivals
wird gefeiert.

Taksim-Trio, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Live, laut, lyrisch

Die Festivals ‹BScene› und ‹Between The Beats› rocken die Region.

Serafyn, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Geschenk und Gift

Eine Ausstellung zur
Kulturgeschichte des Opiums.

Arznei und Rauschdroge Schlafmohn,
Foto: MKB

Highlights

Highlight 3/2015

Karikaturen mit
Tiefgang

Das vielfältige Schaffen des
Schweizer Zeichners Peter Gut.

Peter Gut, ‹Untertanen›

Highlights

Highlight 2/2015

Vielfältiges Weltgeschehen

Das Cinema Querfeld bringt unter-schiedliche Kulturen zusammen.

Filmstill aus ‹Die Welt ist gross und
Rettung lauert überall›, 2008

Highlights

Highlight 2/2015

Dringliche Fragen

Die konzertante Theaterperformance ‹Princess & Terrorist›.

‹Princess & Terrorist›,
Foto: Lenore Bliever