Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
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C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
Heinz Stahlhut
J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Münsterplatz, Foto: Anna Katharina Scheidegger

ProgrammZeitung 9/2015, S. 11

Neue Räume für neue Musik

Alfred Ziltener

Das Festival ‹ZeitRäume Basel› beschäftigt sich
mit dem Verhältnis von Musik und Architektur.

Zwölf musikalische Projekte mit insgesamt rund 140 Aufführungen an teilweise ungewohnten Orten bietet die erste Ausgabe des biennalen Festivals ‹ZeitRäume Basel› innerhalb von vier Tagen. Dabei wirken neben einer Vielzahl von MusikerInnen auch Schulkinder mit sowie – zahlreiche Tambouren. Zu hören ist Musik in ganz unterschiedlichen Besetzungen, darunter etliche Uraufführungen. Das Programm kreist um das Verhältnis von Musik und Raum. Der Basler Komponist Beat Gysin hat das Festival initiiert, und das ist kein Zufall: Wie kaum ein anderer beschäftigt er sich mit dieser Thematik; seine grossen Werke sind klanglich-szenische Installationen in ausgewählten bzw. von ihm selbst gestalteten Räumen.
In der Musikwissenschaft, führt er aus, gilt die Musik teilweise noch immer als Zeit-Kunst, im Gegensatz zu den Raum-Künsten Plastik und Malerei. Doch sobald sie aufgeführt wird, entfaltet sich auch die Musik im Raum, abhängig von der jeweiligen Akustik. Aber unsere Konzertsäle, auch die neueren wie das Luzerner KKL, basieren auf Vorstellungen des 19. Jahrhunderts. Sie sind ideal für die grossen Sinfonien der Romantik, jedoch zu unflexibel für die zeitgenössische Musik, die oft das Räumliche zum Bestandteil der Komposition macht. Es brauchte neue Aufführungsorte mit viel mehr Möglichkeiten.

Teil eines Raum-Arrangements.

Gysin schwebt ein ‹szeno­grafischer› Konzertort vor, der sich während der Aufführung verändern lässt und wo die MusikerInnen auch unter- und oberhalb des Publikums spielen können. In seinem Büro steht das Modell eines solchen Konzertsaals der Zukunft, in dem das Publikum auf einer Art Netz in halber Höhe sitzt.
Soweit sind wir wohl noch lange nicht, doch mit seinem Festival möchte Gysin die Diskussion anstossen, Architektur- und Musikschaffende miteinander ins Gespräch bringen. Das brauche ein neues Denken in der Architektur und den Abbau von Ängsten auf Seiten der MusikerInnen, die plötzlich nicht mehr die Stars auf dem Podium wären, sondern Teil eines Raum-Arrangements würden. Der zeitgenössischen Musik böten solche Säle allerdings neue Chancen, nicht nur durch die Erweiterung der gestalterischen Möglichkeiten, sondern auch in der Rezeption. Beat Gysin hat oft beobachtet, dass das Publikum in solchen Konstellationen weit offener ist für neue Klänge als im traditionellen Konzertsaal.

Neuartige Klangerlebnisse.

Gysin selbst hat Konzerträume entworfen und mitentwickelt, die sich während der Aufführung verändern lassen und leicht transportierbar sind. Einer davon wird während des Festivals im Volkshaus aufgebaut: Um eine runde Plattform in der Mitte drehen sich langsam zwei breite konzentrische Ringe. Auf dem inneren Ring sitzt das Publikum; die MusikerInnen agieren im Zentrum und auf dem äusseren Ring. Durch die doppelte Drehbewegung entsteht so ein Klangraum, der sich kontinuierlich verändert, während die Zuhörenden sitzen bleiben. In rund 30 kurzen Konzerten erklingen unterschiedlich besetzte Kompositionen, die eigens für diesen Raum entstanden sind bzw. umgearbeitet wurden.
Neuartige Klangerlebnisse versprechen auch ein Projekt im Rheindüker, der neben der Dreirosenbrücke den Fluss unterquert, ein Stück für drei in der Halle des Badischen Bahnhofs an meterlangen Seilen schwingende Lautsprecher sowie die Eröffnung des Festivals auf dem Münsterplatz mit rund 100 TambourInnen in einer Raumkomposition von Trommelstar Ivan Kym und dem Komponisten Wolfgang Mitterer, gefolgt vom Konzert ‹Raumklang Münster› mit zahlreichen Schulkindern und von einem begehbaren Klangraum im Kreuzgang. Zum Programm gehören ferner eine Installation im Architekturmuseum, Klangführungen durch die Stadt, Publikums- und Werkstattgespräche, klingende Flashmobs und vieles mehr. Im Rahmen des Festivals wird zudem Bundesrat Alain Berset den Schweizer Musikpreis 2015 vergeben, u.a. an die in Basel lebenden Heinz Holliger und Christian Zehnder.

Festival ‹ZeitRäume Basel›: Do 10. bis So 13.9., div. Orte
www.zeitraeumebasel.com.

 

Highlights

Highlight 9/2014

Schlachtenlärm und Körper-Chips

Das Festival Treibstoff zeigt Projekte junger
Theaterschaffender.

Probenaufnahme zu ‹Die grosse Schlacht›,
Foto: zVg

Highlights

Highlight 9/2014

Neue Räume für neue Musik

Das Festival ‹ZeitRäume Basel› zum Verhältnis von Musik und Architektur.

Münsterplatz, Foto: Anna Katharina Scheidegger

Highlights

Highlight 9/2014

Grazile und skurrile Wesen

Figurentheater-Spiele in Liestal
und Basel.

Michael Huber mit ‹Stivalino – der gestiefelte Kater›, Foto: Helmut Pogerth

Highlights

Highlight 7-8/2015

Ein Rückblick in die zeitgenössische Zukunft

Das Schaulager rückt die eigene Sammlung in den Fokus.

Andy Warhol, Maja (Maja Sacher-Stehlin), 1980, Foto: Martin P. Bühler

Highlights

Highlight 7-8/2015

Habe nun, ach ...

Am Goetheanum wird der ungekürzte ‹Faust› vorbereitet.

Faust, betrunkene Soldaten beim Oster-spaziergang, Foto: Michèle Melzer

Highlights

Eingetragener Titel

Highlight 7-8/2015

Wiederentdeckte Übergangszeit

Die Festtage Alte Musik Basel beleuchten die Zeit um 1740 bis 1780.

Streichquartett, 18. Jh., Österreich Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Reiche Film-Ernte

Zoom feiert den jüngsten Jahrgang des Basler Filmschaffens.

Filmstill aus: El Tiempo Nublado, 2014

Highlights

Highlight 6/2015

Ein nostalgisch verpackter Aufbruch

Das Stimmen-Festival präsentiert Newcomer und Altstars.

Patti Smith, Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Kulturfest der Enthinderung

Das Festival Wildwuchs macht Behinderungen des Lebens zum Thema.

Artificial Things, Foto: Chris Parkes

Highlights

Highlight 5/2015

Viel Platz zum
Schmökern und Chillen

Die Stadtbibliothek bietet
Genuss für Geist und Gaumen.

Animation Stadtbibliothek, Foto: zVg

Highlights

Highlight 5/2015

Ein Haus voller Götzenbilder

Die Basler Mission feiert und präsentiert im Museum der Kulturen ihre Bestände.

Sankofa-Vogel, Foto: Mission 21

Highlights

Highlight 5/2015

Mittagspause mit Musik

Vor 20 Jahren initiierte die CMS die Mittwoch-Mittag-Konzerte in der Elisabethenkirche.

Mimiko, Foto: Lucas Rössner

Highlights

Highlight 4/2015

Nicht-Gezeigte zeigen sich

Die 2. Basler Dokumentartage bieten Einblicke ins vielfältige Leben.

Samuel Koch, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Angekommen und angenommen

Das Literaturhaus Basel wird
15 Jahre alt – und feiert.

P. Buwalda & K. Eckert, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Basler Jazz-Szene in Festlaune

Das Jubiläum des Jazzfestivals
wird gefeiert.

Taksim-Trio, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Live, laut, lyrisch

Die Festivals ‹BScene› und ‹Between The Beats› rocken die Region.

Serafyn, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Geschenk und Gift

Eine Ausstellung zur
Kulturgeschichte des Opiums.

Arznei und Rauschdroge Schlafmohn,
Foto: MKB

Highlights

Highlight 3/2015

Karikaturen mit
Tiefgang

Das vielfältige Schaffen des
Schweizer Zeichners Peter Gut.

Peter Gut, ‹Untertanen›

Highlights

Highlight 2/2015

Vielfältiges Weltgeschehen

Das Cinema Querfeld bringt unter-schiedliche Kulturen zusammen.

Filmstill aus ‹Die Welt ist gross und
Rettung lauert überall›, 2008

Highlights

Highlight 2/2015

Dringliche Fragen

Die konzertante Theaterperformance ‹Princess & Terrorist›.

‹Princess & Terrorist›,
Foto: Lenore Bliever