Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
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Eva Herzog
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L.B. aus Basel
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M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Samuel Koch, Foto: zVg

ProgrammZeitung 4/2015, S. 14

Nicht-Gezeigte zeigen sich

Alfred Ziltener

Die 2. Basler Dokumentartage bieten Einblicke ins vielfältige Leben.

Seit rund 15 Jahren lebt der Brite James Leadbitter, der sich als Schauspieler und Politaktivist ‹The Vacuum Cleaner› nennt, regelmässig als Patient in psychiatrischen Anstalten. Er gilt als Borderliner, ist suizidgefährdet und gerät mit seinen Aktionen immer wieder in Konflikt mit dem Gesetz. Davon erzählt er in der autobiografischen Solo-Performance ‹mental› dem Publikum, das sich um sein Bett versammelt. Als Basis dienen ihm Krankenakten und Polizeiberichte.
Im Rahmen der Basler Dokumentartage ‹It’s the real thing› gastiert Leadbitter mit seiner Story im Roxy. Der Basler
Regisseur Boris Nikitin, der das Festival des Dokumentarischen Theaters 2013 ins Leben gerufen hat, kuratiert auch diese zweite Ausgabe. Während fünf Tagen präsentiert er ein hochkonzentriertes Programm mit Performances, Filmen, einer Ausstellung, Diskussionen und Vorträgen sowie von Kunstschaffenden geführten Exkursionen. Schauplätze sind neben dem Roxy vor allem die Kaserne Basel, das Schauspielhaus, das Wohn-Museum Kirschgarten und das Naturhistorische Museum.

Wahrgenommen werden.

Hinterfragte das erste Festival den Anspruch des Dokumentarischen Theaters, die Wirklichkeit abzubilden, so geht es diesmal darum, wie das Dokumentarische Theater selbst Wirklichkeit schafft: Wenn Menschen wie Leadbitter ihr Leben zeigen, wird es zum Bestandteil der Realität des Publikums und Objekt des öffentlichen Diskurses. Nikitin zitiert die Kritik des Regisseurs René Pollesch, dass das traditionelle (Stadt-)Theater ausschliesslich die Welt weisser, heterosexueller Männer spiegelt; Frauen kommen allenfalls als Opfer vor, MigrantInnen beispielsweise überhaupt nicht. Im Dokumentarischen Theater hingegen treten die Nicht-Gezeigten selbst auf, sie wollen ‹vorkommen›. So ist Dokumentarisches Theater immer auch politisches Theater.
Eröffnet wird das Festival mit der Chor-Performance ‹Magnificat›. 25 polnische Frauen jeden Alters, die meisten Laien, sprechen, flüstern, brüllen als Chor unterschiedliche Texte, Fragmente von Euripides und Elfriede Jelinek, Zeitungs­artikel, eigene Statements; zuletzt erklingt auch Gesang. Natürlich sei das kein Dokumentarisches Theater im eigentlichen Sinne, gibt Nikitin zu, doch diesen Frauen gehe es genau darum, mit ihrem Leben, ihrer Weltsicht wahr­genommen zu werden.

Beziehungsgeschichten.

Auch der querschnittgelähmte Schauspieler Samuel Koch macht seine Situation öffentlich und spiegelt sie in seiner Performance zu Franz Kafkas ‹Bericht für eine Akademie›. Gintersdorfer/Klassen bringen Musik- und Tanzschaffende aus Côte d’Ivoire nach Basel. Tim Etchells von der englischen Theatergruppe Forced Entertainment ist mit seinem ersten Soloprogramm ‹A Broadcast/Looping Pieces› präsent. Ariane Andereggen nimmt ihre Performance ‹Rohstoff – eine Verarbeitung› wieder auf. Und ein Schwerpunkt gilt den Dokfilmen des dänisch-amerikanischen Performance-Künstlers Joshua Oppenheimer.
Im Historischen Museum Basel ist zudem das ‹Museum of Broken Relationships› aus Zagreb zu Gast. Es zeigt Gegenstände, die an eine zerbrochene Beziehung erinnern, und die damit verbundenen Geschichten. Seit 2006 tourt es durch die Welt und erweitert seine Sammlung an jedem Ausstellungsort mit Beiträgen von Menschen, die dort leben. Für die Basler Schau seien, erzählt Nikitin, bereits etliche Objekte abgegeben worden.


‹It’s The Real Thing – Basler Dokumentartage 15›:
Mi 15. bis So 19.4., diverse Lokale, www.itstherealthing.ch


‹Museum of Broken Relationships›: Do 16.4., 18 h (Vernissage),
bis So 30.8., HMB, Museum für Wohnkultur, Haus zum Kirschgarten


Highlights

Highlight 9/2014

Schlachtenlärm und Körper-Chips

Das Festival Treibstoff zeigt Projekte junger
Theaterschaffender.

Probenaufnahme zu ‹Die grosse Schlacht›,
Foto: zVg

Highlights

Highlight 9/2014

Neue Räume für neue Musik

Das Festival ‹ZeitRäume Basel› zum Verhältnis von Musik und Architektur.

Münsterplatz, Foto: Anna Katharina Scheidegger

Highlights

Highlight 9/2014

Grazile und skurrile Wesen

Figurentheater-Spiele in Liestal
und Basel.

Michael Huber mit ‹Stivalino – der gestiefelte Kater›, Foto: Helmut Pogerth

Highlights

Highlight 7-8/2015

Ein Rückblick in die zeitgenössische Zukunft

Das Schaulager rückt die eigene Sammlung in den Fokus.

Andy Warhol, Maja (Maja Sacher-Stehlin), 1980, Foto: Martin P. Bühler

Highlights

Highlight 7-8/2015

Habe nun, ach ...

Am Goetheanum wird der ungekürzte ‹Faust› vorbereitet.

Faust, betrunkene Soldaten beim Oster-spaziergang, Foto: Michèle Melzer

Highlights

Eingetragener Titel

Highlight 7-8/2015

Wiederentdeckte Übergangszeit

Die Festtage Alte Musik Basel beleuchten die Zeit um 1740 bis 1780.

Streichquartett, 18. Jh., Österreich Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Reiche Film-Ernte

Zoom feiert den jüngsten Jahrgang des Basler Filmschaffens.

Filmstill aus: El Tiempo Nublado, 2014

Highlights

Highlight 6/2015

Ein nostalgisch verpackter Aufbruch

Das Stimmen-Festival präsentiert Newcomer und Altstars.

Patti Smith, Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Kulturfest der Enthinderung

Das Festival Wildwuchs macht Behinderungen des Lebens zum Thema.

Artificial Things, Foto: Chris Parkes

Highlights

Highlight 5/2015

Viel Platz zum
Schmökern und Chillen

Die Stadtbibliothek bietet
Genuss für Geist und Gaumen.

Animation Stadtbibliothek, Foto: zVg

Highlights

Highlight 5/2015

Ein Haus voller Götzenbilder

Die Basler Mission feiert und präsentiert im Museum der Kulturen ihre Bestände.

Sankofa-Vogel, Foto: Mission 21

Highlights

Highlight 5/2015

Mittagspause mit Musik

Vor 20 Jahren initiierte die CMS die Mittwoch-Mittag-Konzerte in der Elisabethenkirche.

Mimiko, Foto: Lucas Rössner

Highlights

Highlight 4/2015

Nicht-Gezeigte zeigen sich

Die 2. Basler Dokumentartage bieten Einblicke ins vielfältige Leben.

Samuel Koch, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Angekommen und angenommen

Das Literaturhaus Basel wird
15 Jahre alt – und feiert.

P. Buwalda & K. Eckert, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Basler Jazz-Szene in Festlaune

Das Jubiläum des Jazzfestivals
wird gefeiert.

Taksim-Trio, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Live, laut, lyrisch

Die Festivals ‹BScene› und ‹Between The Beats› rocken die Region.

Serafyn, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Geschenk und Gift

Eine Ausstellung zur
Kulturgeschichte des Opiums.

Arznei und Rauschdroge Schlafmohn,
Foto: MKB

Highlights

Highlight 3/2015

Karikaturen mit
Tiefgang

Das vielfältige Schaffen des
Schweizer Zeichners Peter Gut.

Peter Gut, ‹Untertanen›

Highlights

Highlight 2/2015

Vielfältiges Weltgeschehen

Das Cinema Querfeld bringt unter-schiedliche Kulturen zusammen.

Filmstill aus ‹Die Welt ist gross und
Rettung lauert überall›, 2008

Highlights

Highlight 2/2015

Dringliche Fragen

Die konzertante Theaterperformance ‹Princess & Terrorist›.

‹Princess & Terrorist›,
Foto: Lenore Bliever