Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
Heinz Stahlhut
J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Arznei und Rauschdroge Schlafmohn, Foto: MKB

ProgrammZeitung 3/2015, S. 17

Geschenk und Gift

Nana Badenberg

Eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Opiums.

Nicht die zarten Blüten des Mohns, sondern Bilder von anrüchigen Opiumhöhlen, lässig gekleideten Bohemiens und kunstvoll geschmückten Pfeifenköpfen prägen unsere Vorstellung von dieser Droge. Auch der betäubende Rausch elender Wanderarbeiter oder die kreative Sucht europäischer Literaten nach einer anderen Wahrnehmung von Zeit und Raum sind damit verbunden. Doch sie sind ebenso wie die Opiumkriege, mit denen die britische Kolonialmacht ihre Interessen in China durchsetzte, und die Drogenkontrollprogramme, die heute den illegalen Anbau und Handel einzudämmen versuchen, nur ein spätes Kapitel in der Geschichte des Opiums.
Tatsächlich ist Schlafmohn eine genuin europäische Kulturpflanze: Gefunden wurde er etwa bei archäologischen Untersuchungen der Schweizer Pfahlbauten; griechische Ärzte verschrieben Opium bei Schlaflosigkeit und gegen Schmerzen, und infolge kannte die römische, später die mittelalterliche Medizin opiumgetränkte Schwämme.

Vom Allheilmittel zur Droge.
‹Laudanum› nannte Paracelsus das Arkanum, das auch Felix Platter pries und verschrieb; eine Tinktur gleichen
Namens war noch im 20. Jahrhundert auf dem Markt und wohl die häufigste Darreichungsform. Die Rezeptur freilich variierte. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als man mit ‹Morphium› den Hauptwirkstoff, aber auch andere Alkaloide isolieren konnte, war eine genaue Dosierung möglich. Die Medizin verliess sich fortan lieber auf die Injektion von Morphin oder den Einsatz von Codein (bei Husten).
Opium wurde zur Droge und als solche besungen. Von allen Gerüchen der Welt, so Picasso, sei der des Opiums der am wenigsten dumme. Parfumeure beschreiben ihn als grün (beim frisch geernteten) oder geröstet (beim Arzneibuch-Opium), auf jeden Fall gemahnt er an würzige Erdnussschokolade. Gegessen wurde es als Konfekt: ‹Majun› hiess die mit Honig versetzte Droge.
Die Opiomanen unter den Literaten: de Quincey, Novalis, Baudelaire, Proust, Cocteau oder Trakl, aber auch Albrecht von Haller und vielleicht sogar Annette von Droste-Hülshoff wussten besonders das synchrone
Tableau des Lebens zu schätzen, das sich im Opiumrausch ausbreitet. Auch über diese individuellen und doch vergleichbaren Rauscherfahrungen berichtet die von Doris Buddenberg kuratierte Ausstellung; eine Begleitpublikation beleuchtet ergänzend das weite Spektrum der medizinischen, wirtschaftlich-politischen, kulturellen und literarischen Aspekte.

‹Opium›: Do 19.3., 18.30 (Vernissage), bis So 24.1.16, Museum der Kulturen Basel


Highlights

Highlight 9/2014

Schlachtenlärm und Körper-Chips

Das Festival Treibstoff zeigt Projekte junger
Theaterschaffender.

Probenaufnahme zu ‹Die grosse Schlacht›,
Foto: zVg

Highlights

Highlight 9/2014

Neue Räume für neue Musik

Das Festival ‹ZeitRäume Basel› zum Verhältnis von Musik und Architektur.

Münsterplatz, Foto: Anna Katharina Scheidegger

Highlights

Highlight 9/2014

Grazile und skurrile Wesen

Figurentheater-Spiele in Liestal
und Basel.

Michael Huber mit ‹Stivalino – der gestiefelte Kater›, Foto: Helmut Pogerth

Highlights

Highlight 7-8/2015

Ein Rückblick in die zeitgenössische Zukunft

Das Schaulager rückt die eigene Sammlung in den Fokus.

Andy Warhol, Maja (Maja Sacher-Stehlin), 1980, Foto: Martin P. Bühler

Highlights

Highlight 7-8/2015

Habe nun, ach ...

Am Goetheanum wird der ungekürzte ‹Faust› vorbereitet.

Faust, betrunkene Soldaten beim Oster-spaziergang, Foto: Michèle Melzer

Highlights

Eingetragener Titel

Highlight 7-8/2015

Wiederentdeckte Übergangszeit

Die Festtage Alte Musik Basel beleuchten die Zeit um 1740 bis 1780.

Streichquartett, 18. Jh., Österreich Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Reiche Film-Ernte

Zoom feiert den jüngsten Jahrgang des Basler Filmschaffens.

Filmstill aus: El Tiempo Nublado, 2014

Highlights

Highlight 6/2015

Ein nostalgisch verpackter Aufbruch

Das Stimmen-Festival präsentiert Newcomer und Altstars.

Patti Smith, Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Kulturfest der Enthinderung

Das Festival Wildwuchs macht Behinderungen des Lebens zum Thema.

Artificial Things, Foto: Chris Parkes

Highlights

Highlight 5/2015

Viel Platz zum
Schmökern und Chillen

Die Stadtbibliothek bietet
Genuss für Geist und Gaumen.

Animation Stadtbibliothek, Foto: zVg

Highlights

Highlight 5/2015

Ein Haus voller Götzenbilder

Die Basler Mission feiert und präsentiert im Museum der Kulturen ihre Bestände.

Sankofa-Vogel, Foto: Mission 21

Highlights

Highlight 5/2015

Mittagspause mit Musik

Vor 20 Jahren initiierte die CMS die Mittwoch-Mittag-Konzerte in der Elisabethenkirche.

Mimiko, Foto: Lucas Rössner

Highlights

Highlight 4/2015

Nicht-Gezeigte zeigen sich

Die 2. Basler Dokumentartage bieten Einblicke ins vielfältige Leben.

Samuel Koch, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Angekommen und angenommen

Das Literaturhaus Basel wird
15 Jahre alt – und feiert.

P. Buwalda & K. Eckert, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Basler Jazz-Szene in Festlaune

Das Jubiläum des Jazzfestivals
wird gefeiert.

Taksim-Trio, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Live, laut, lyrisch

Die Festivals ‹BScene› und ‹Between The Beats› rocken die Region.

Serafyn, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Geschenk und Gift

Eine Ausstellung zur
Kulturgeschichte des Opiums.

Arznei und Rauschdroge Schlafmohn,
Foto: MKB

Highlights

Highlight 3/2015

Karikaturen mit
Tiefgang

Das vielfältige Schaffen des
Schweizer Zeichners Peter Gut.

Peter Gut, ‹Untertanen›

Highlights

Highlight 2/2015

Vielfältiges Weltgeschehen

Das Cinema Querfeld bringt unter-schiedliche Kulturen zusammen.

Filmstill aus ‹Die Welt ist gross und
Rettung lauert überall›, 2008

Highlights

Highlight 2/2015

Dringliche Fragen

Die konzertante Theaterperformance ‹Princess & Terrorist›.

‹Princess & Terrorist›,
Foto: Lenore Bliever