Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
Heinz Stahlhut
J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Probenaufnahme zu ‹Die grosse Schlacht›, Foto: zVg

ProgrammZeitung 9/2015, S. 15

Schlachtenlärm und Körper-Chips

Alfred Ziltener

Das Festival Treibstoff zeigt Projekte junger
Theaterschaffender zu Aspekten der Realität.

Das Fussballstadion Rankhof wird im September erstmals zur Theaterbühne. Im Rahmen des Förder- und Produktionsfestivals ‹Treibstoff Theatertage Basel›, das alle zwei Jahre Theaterleuten am Anfang ihrer Karriere die Möglichkeit gibt, ein eigenes Projekt zu realisieren, zeigt die Gruppe Helium X ihr Stück ‹Die grosse Schlacht›. Dabei geht es nicht um legendäre Fussball-Duelle, sondern um die Schlacht bei St. Jakob an der Birs von 1444. Die Gruppe will sie in kleinerem Massstab nachstellen, beschäftigt sich aber vor allem mit der heutigen Bedeutung des Ereignisses, das im 19. Jahrhundert patriotisch überhöht wurde. Damit greift sie in die aktuelle Diskussion ein um die mythisierende Verfälschung der Schweizer Geschichte durch die nationalistische Rechte. Und natürlich zieht sie eine Linie zu den (lokal-)patriotisch aufgeladenen Fussball-Schlachten von heute.
Auch in diesem Jahr wird Treibstoff von Kaserne, Roxy und Jungem Theater gemeinsam veranstaltet. Die Kaserne wird dann allerdings umgebaut und kann nicht bespielt werden. Darum hat man bei der Ausschreibung im letzten Herbst ausdrücklich Projekte gesucht, die gezielt für einen ungewöhnlichen Spielort konzipiert wurden.

Lust auf Fremdes, Anderes.

220 Bewerbungen aus dem ganzen deutschen Sprachraum, fast doppelt so viele wie vor zwei Jahren, hätten sie erhalten, erzählt Eva Heller, die Projektleiterin des Festivals. In diesem Jahr, fügt Kaserne-Dramaturg Tobias Brenk an, sei das grosse Interesse der jungen Theaterleute an der Recherche aufgefallen, die Lust, fremde Bereiche und andere Lebenskonzepte zu entdecken. Ein Beispiel dafür ist ‹Schichten› eines Kollektivs, das sich beim Studium in Hildesheim gefunden und letztes Jahr in Hamburg den Körberpreis für Regie gewonnen hat. Im Roxy bohrt es sich durch die geologischen Schichten der Erde und erkundet die Veränderungen und Ereignisse, die darin ihre Spuren hinterlassen haben.
Im Untergeschoss des Hauses beschäftigt sich derweil die Happy End Company mit den mexikanischen ‹Dias de los Muertos›, an denen im Volksglauben die Toten zurückkehren und mit einem Fest geehrt werden. Eine andere Gruppe spürt dem Phänomen des Beifalls nach. Auf der Bühne sitzt, wie ein zweites Publikum, ein Applaus-Chor aus BaslerInnen, der nach den Angaben einer szenischen Partitur klatscht, trampelt, brüllt, sich bewegt.

Modelle und Technologien.

In einer Rauminstallation des Künstlers Johannes Buss im Jungen Theater turnen – im wörtlichen Sinn – zwei Performende durch ein breites Angebot an Genderrollen und Beziehungsmodellen. Die Gruppe We Ate Lobster kündigt im ‹Carambolage› an der Erlenstrasse eine Ausstellung mit Stillleben an, die sie mit Häftlingen erarbeitet hat.
Mit der Produktion von Jana Blöchle und Dominik Fornezzi kommt das Theater vollends in der Realität an. An einem Stand in der Ineltec, der Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur in der Messe Basel, stellen sie die kommerziell noch kaum genutzten RFID-Chips vor, die in den Körper implantiert werden und automatisch Türen öffnen oder Haushaltgeräte bedienen können. Am letzten Messetag können sich Interessierte von einer Fachperson solche Chips einsetzen lassen.

Treibstoff Theatertage Basel: Mi 2. bis Sa 12.9., div. Orte,
www.treibstoffbasel.ch

 

Highlights

Highlight 9/2014

Schlachtenlärm und Körper-Chips

Das Festival Treibstoff zeigt Projekte junger
Theaterschaffender.

Probenaufnahme zu ‹Die grosse Schlacht›,
Foto: zVg

Highlights

Highlight 9/2014

Neue Räume für neue Musik

Das Festival ‹ZeitRäume Basel› zum Verhältnis von Musik und Architektur.

Münsterplatz, Foto: Anna Katharina Scheidegger

Highlights

Highlight 9/2014

Grazile und skurrile Wesen

Figurentheater-Spiele in Liestal
und Basel.

Michael Huber mit ‹Stivalino – der gestiefelte Kater›, Foto: Helmut Pogerth

Highlights

Highlight 7-8/2015

Ein Rückblick in die zeitgenössische Zukunft

Das Schaulager rückt die eigene Sammlung in den Fokus.

Andy Warhol, Maja (Maja Sacher-Stehlin), 1980, Foto: Martin P. Bühler

Highlights

Highlight 7-8/2015

Habe nun, ach ...

Am Goetheanum wird der ungekürzte ‹Faust› vorbereitet.

Faust, betrunkene Soldaten beim Oster-spaziergang, Foto: Michèle Melzer

Highlights

Eingetragener Titel

Highlight 7-8/2015

Wiederentdeckte Übergangszeit

Die Festtage Alte Musik Basel beleuchten die Zeit um 1740 bis 1780.

Streichquartett, 18. Jh., Österreich Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Reiche Film-Ernte

Zoom feiert den jüngsten Jahrgang des Basler Filmschaffens.

Filmstill aus: El Tiempo Nublado, 2014

Highlights

Highlight 6/2015

Ein nostalgisch verpackter Aufbruch

Das Stimmen-Festival präsentiert Newcomer und Altstars.

Patti Smith, Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Kulturfest der Enthinderung

Das Festival Wildwuchs macht Behinderungen des Lebens zum Thema.

Artificial Things, Foto: Chris Parkes

Highlights

Highlight 5/2015

Viel Platz zum
Schmökern und Chillen

Die Stadtbibliothek bietet
Genuss für Geist und Gaumen.

Animation Stadtbibliothek, Foto: zVg

Highlights

Highlight 5/2015

Ein Haus voller Götzenbilder

Die Basler Mission feiert und präsentiert im Museum der Kulturen ihre Bestände.

Sankofa-Vogel, Foto: Mission 21

Highlights

Highlight 5/2015

Mittagspause mit Musik

Vor 20 Jahren initiierte die CMS die Mittwoch-Mittag-Konzerte in der Elisabethenkirche.

Mimiko, Foto: Lucas Rössner

Highlights

Highlight 4/2015

Nicht-Gezeigte zeigen sich

Die 2. Basler Dokumentartage bieten Einblicke ins vielfältige Leben.

Samuel Koch, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Angekommen und angenommen

Das Literaturhaus Basel wird
15 Jahre alt – und feiert.

P. Buwalda & K. Eckert, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Basler Jazz-Szene in Festlaune

Das Jubiläum des Jazzfestivals
wird gefeiert.

Taksim-Trio, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Live, laut, lyrisch

Die Festivals ‹BScene› und ‹Between The Beats› rocken die Region.

Serafyn, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Geschenk und Gift

Eine Ausstellung zur
Kulturgeschichte des Opiums.

Arznei und Rauschdroge Schlafmohn,
Foto: MKB

Highlights

Highlight 3/2015

Karikaturen mit
Tiefgang

Das vielfältige Schaffen des
Schweizer Zeichners Peter Gut.

Peter Gut, ‹Untertanen›

Highlights

Highlight 2/2015

Vielfältiges Weltgeschehen

Das Cinema Querfeld bringt unter-schiedliche Kulturen zusammen.

Filmstill aus ‹Die Welt ist gross und
Rettung lauert überall›, 2008

Highlights

Highlight 2/2015

Dringliche Fragen

Die konzertante Theaterperformance ‹Princess & Terrorist›.

‹Princess & Terrorist›,
Foto: Lenore Bliever