Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
Heinz Stahlhut
J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Eingetragener Titel

Streichquartett, 18. Jh., Österreich Foto: zVg

ProgrammZeitung 7-8/2015, S. 11

Wiederentdeckte Übergangszeit

Alfred Ziltener

Die Festtage Alte Musik Basel beleuchten die Zeit um 1740 bis 1780.

Epochen des musikalischen Wandels stehen im Fokus der von Peter Reidemeister, dem 2005 emeritierten Leiter der Schola Cantorum Basiliensis, gemeinsam mit dem Geschäftsführer Renato Pessi begründeten und geleiteten Festtage Alte Musik Basel. Um die Musik des Basler Konzils und den Übergang vom Mittelalter zur Renaissance ging es 2011; das Festival von 2013 zeigte das Nebeneinander von traditioneller Polyphonie und ‹moderner› Monodie (dem instrumental begleiteten Sologesang) um 1600. Unter dem Titel ‹Vom Barock zur Klassik› beleuchtet die 3. Ausgabe die Übergangszeit zwischen den beiden grossen musikalischen Epochen, die lange vernachlässigt wurde.
Erst in den letzten Jahrzehnten sind die damals tonangebenden Bach-Söhne, vor allem Carl Philipp Emanuel und Johann Christian, in den Fokus gerückt; Komponisten wie Johann Gottfried Müthel, Georg Benda und der Genfer Gaspard Fritz werden langsam wieder-entdeckt. Dabei gehe es, betont Reidemeister, in keiner dieser Epochen um einen radikalen Umbruch: Das Neue verdränge das Bisherige nicht; die Polyphonie etwa sei um 1600 nicht verschwunden, sondern in den Oratorien Joseph Haydns, den Messen Anton Bruckners und in vielen zeitgenössischen Werken sehr lebendig geblieben.

Musik für alle.

Die Musikentwicklung im 18. Jahrhundert ist Teil der Entwicklung von der feudalen Gesellschaft zur bürgerlich geprägten. Das zeigt sich im Bereich der Oper, wo die höfische Opera seria abgelöst wird von der volkstümlichen Opera Buffa. Konzerte finden nicht mehr nur in den Palais des Adels und der Grossbourgeoisie statt, sondern werden zugänglich für alle. Dafür braucht es Konzertsäle und entsprechend grosse Sinfonieorchester. Gleichzeitig entstehen neue Formen der Hausmusik, das Streichquartett und das Lied vor allem, und das Klavier erlebt eine
rasante technische Entwicklung. Die im Barock zentrale Form der Fuge, Inbegriff musikalischer (und Ausdruck ständischer) Ordnung, tritt zurück; in der frei schweifenden, oft improvisatorisch kühnen Solo-Fantasie findet das individualistische Menschenbild des Bürgertums seinen Ausdruck.
In zahlreichen, mit hervorragenden KünstlerInnen besetzten Konzerten breiten die Festtage den musikalischen Reichtum der Epoche aus. Da steht Domenico Cimarosas Oper Buffa ‹L’ Impresario in Angustie› (Der Theaterdirektor in Nöten) neben dem Melodram ‹Ariadne auf Naxos› von Georg Benda, das Thomas Leiniger mit Neukompositionen im Stil Bendas ergänzt hat; da gibt es höfische Divertimenti, Harfenkonzerte, Bläsersextette und Streichquartette mit Schlussfugen; ein Konzert bringt Musik aus der Sammlung von Lucas Sarasin, der das Blaue Haus am Rheinsprung bauen liess. Schliesslich – und das ist eine kleine Sensation – kommt René Jacobs endlich wieder nach Basel zurück und dirigiert Haydns ‹Schöpfung›. Vorträge und Führungen vertiefen die Eindrücke.
Die Reihe war von Anfang als Trilogie geplant. Bleibt es dabei, ist diese Ausgabe die letzte. Das wäre allerdings ein Verlust für Basel. Das klug konzipierte, künstlerisch erstrangige Festival sollte unbedingt weitergeführt werden – spannende Themen gibt es genug im Bereich der Alten Musik.


3. Festtage Alte Musik Basel, ‹Vom Barock zur Klassik›: Fr 21. bis Sa 29.8., div. Orte

 

Highlights

Highlight 9/2014

Schlachtenlärm und Körper-Chips

Das Festival Treibstoff zeigt Projekte junger
Theaterschaffender.

Probenaufnahme zu ‹Die grosse Schlacht›,
Foto: zVg

Highlights

Highlight 9/2014

Neue Räume für neue Musik

Das Festival ‹ZeitRäume Basel› zum Verhältnis von Musik und Architektur.

Münsterplatz, Foto: Anna Katharina Scheidegger

Highlights

Highlight 9/2014

Grazile und skurrile Wesen

Figurentheater-Spiele in Liestal
und Basel.

Michael Huber mit ‹Stivalino – der gestiefelte Kater›, Foto: Helmut Pogerth

Highlights

Highlight 7-8/2015

Ein Rückblick in die zeitgenössische Zukunft

Das Schaulager rückt die eigene Sammlung in den Fokus.

Andy Warhol, Maja (Maja Sacher-Stehlin), 1980, Foto: Martin P. Bühler

Highlights

Highlight 7-8/2015

Habe nun, ach ...

Am Goetheanum wird der ungekürzte ‹Faust› vorbereitet.

Faust, betrunkene Soldaten beim Oster-spaziergang, Foto: Michèle Melzer

Highlights

Eingetragener Titel

Highlight 7-8/2015

Wiederentdeckte Übergangszeit

Die Festtage Alte Musik Basel beleuchten die Zeit um 1740 bis 1780.

Streichquartett, 18. Jh., Österreich Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Reiche Film-Ernte

Zoom feiert den jüngsten Jahrgang des Basler Filmschaffens.

Filmstill aus: El Tiempo Nublado, 2014

Highlights

Highlight 6/2015

Ein nostalgisch verpackter Aufbruch

Das Stimmen-Festival präsentiert Newcomer und Altstars.

Patti Smith, Foto: zVg

Highlights

Highlight 6/2015

Kulturfest der Enthinderung

Das Festival Wildwuchs macht Behinderungen des Lebens zum Thema.

Artificial Things, Foto: Chris Parkes

Highlights

Highlight 5/2015

Viel Platz zum
Schmökern und Chillen

Die Stadtbibliothek bietet
Genuss für Geist und Gaumen.

Animation Stadtbibliothek, Foto: zVg

Highlights

Highlight 5/2015

Ein Haus voller Götzenbilder

Die Basler Mission feiert und präsentiert im Museum der Kulturen ihre Bestände.

Sankofa-Vogel, Foto: Mission 21

Highlights

Highlight 5/2015

Mittagspause mit Musik

Vor 20 Jahren initiierte die CMS die Mittwoch-Mittag-Konzerte in der Elisabethenkirche.

Mimiko, Foto: Lucas Rössner

Highlights

Highlight 4/2015

Nicht-Gezeigte zeigen sich

Die 2. Basler Dokumentartage bieten Einblicke ins vielfältige Leben.

Samuel Koch, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Angekommen und angenommen

Das Literaturhaus Basel wird
15 Jahre alt – und feiert.

P. Buwalda & K. Eckert, Foto: zVg

Highlights

Highlight 4/2015

Basler Jazz-Szene in Festlaune

Das Jubiläum des Jazzfestivals
wird gefeiert.

Taksim-Trio, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Live, laut, lyrisch

Die Festivals ‹BScene› und ‹Between The Beats› rocken die Region.

Serafyn, Foto: zVg

Highlights

Highlight 3/2015

Geschenk und Gift

Eine Ausstellung zur
Kulturgeschichte des Opiums.

Arznei und Rauschdroge Schlafmohn,
Foto: MKB

Highlights

Highlight 3/2015

Karikaturen mit
Tiefgang

Das vielfältige Schaffen des
Schweizer Zeichners Peter Gut.

Peter Gut, ‹Untertanen›

Highlights

Highlight 2/2015

Vielfältiges Weltgeschehen

Das Cinema Querfeld bringt unter-schiedliche Kulturen zusammen.

Filmstill aus ‹Die Welt ist gross und
Rettung lauert überall›, 2008

Highlights

Highlight 2/2015

Dringliche Fragen

Die konzertante Theaterperformance ‹Princess & Terrorist›.

‹Princess & Terrorist›,
Foto: Lenore Bliever